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| Zackes Textedition 23:
Bimbam-Babamm!
Alles babagaga! Babababack, Backbam-Backbim! Backgamelan!
Schon wieder Backgammon!
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| 03.01.2006
Stand
2005 BuDruSchnellformKrawa-KOa15
Antrag auf Teilnahme an Krawallen:
Erstantrag Wiederholungsantrag (Zutreffendes markieren)
Geburtsdatum:
Aktion
Datum, genaue Uhrzeit:

Ort:

K0 Intern O 01 10 c30
111 A

| Antragsteller/in* |
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| PersoNr: |
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| Name: |
Vorname: |
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| Straße: |
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Hausnummer: |
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| PLZ: |
Ort: |
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| *Gesetzlicher Vertreter (bei Minderjährigen) |
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| PersoNr: |
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| Name: |
Vorname: |
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| Straße: |
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Hausnummer: |
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| PLZ: |
Ort: |
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K1 Intern O 01 11 e31
111 P

Blutgruppe Teilnehmer/in
A B 0 Rh-pos
(D+)
Rh-neg (D-) 
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| Impfung |
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Tollwut |
Tetanus |
Diptherie |
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Malaria |
Dengue |
Ebola |
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| HIV |
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negativ |
positiv |
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| AIDS |
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erkrankt |
seit Datum: |
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K2 Intern O 01 00 c30
001 B

Versicherungsschutz
Krankenkasse
Name der Kasse:V-KartenNr:

Privatpatient
Name und Anschrift des Arztes:


Telefon:eMail:

Haftpflicht
Selbstzahler
K3 Intern O 01 10 d10
001 V

Vorstrafen
nein
ja, Jahre:
Bewährung, Jahre:

letzte Haftanstalt Ort: 
K4 Intern O 01 10 a30
111 H

Bestattungsvorsorge
ja
Name und Anschrift des Institutes:


Telefon:eMail:

nein
Name und Anschrift einer zu benachrichtigenden Person:


Telefon:eMail:

K5 Intern O 01 10 a00
111 F

Erklärung:
Ich erkläre hiermit, daß alle Angaben vollständig und richtig sind und daß ich
für diese haftbar gemacht werden kann.

Ort, Datum, eigenhändige Unterschrift Antragsteller oder gesetzlicher
Vertreter
Bemerkung (wird von Behörde ausgefüllt):
Diesem Antrag wurde
stattgegeben
nicht
stattgegeben, siehe Rechtsbehelfsbelehrung Rückseite

Ort, Datum, Stempel, Bearbeiter (Nr/Kürzel)
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Dieses Dokument bitte sorgfältig aufbewahren und mitführen! |
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08.01.2006
Kurzes:
06.12.05: Kultur, Köln:
Hanns Dieter Hüsch gestorben.
Google-Anzeigen:
- Bestattungen ab 569 €
- Ideale Bestattungsvorsorge.
Nächste Nachricht:
Rolling Stones kommen!
Schnell Tickets sichern!
Neger:
Um besonders gemein zu sein, sperrt man Menschen am besten mit weniger als Brot und Wasser ein,
bejaucht sie Tag und Nacht mit Partymusik, Schicky-Micky-Werbung und Urlaubsfilmen.
Genau das wird im globalen Maßstab gemacht. - Welch' Glück,
wenigstens ein besserer Neger zu sein. Geht halt nicht anders, die Rohstoffpreise müssen
niedrig bleiben, sonst geht es auch uns schlechter.
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Kompakt von Arne:
mahnende geste
glatte buegelsteine
hat man
gerade geworfen
ins landesherz
plumps!
da stehen sie schief
und plaetten
des volkes gewissen
fuer alle zeit
faltenfrei
& heil!
© Arne-Wigand Baganz 2005
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Verbose von Zacke:
Das Mahnmal:
Es nimmt uns ab
was uns belastet.
Trägt täglich
von 10 bis 20 Uhr
außer montags
an seinem Gewicht
aus Mauergußmasse
Geld und Geschwätz.
Mit Gojlack aus Stahl
drückt es dem Berliner
den Sand und mahnt
bis es versinkt.
Es ist nur für die.
Für die anderen
wird genomweise
auch was Schweres
etwas preiswerter
in den Sand gesetzt.
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Weihnachten 2005:
Alle fünf Jahre räume ich meinen Schreibtisch auf. Leider paßte nicht alles in die
Ordner. Sie waren schon voll, obwohl ich erst 51 bin. Die Rückseiten der restlichen Dokumente
kann ich aber als Schmierpapier benutzen. Ich fand außerdem etwa fünf leere
Lohnsteuerkarten, zwei noch im Umschlag.
Verständnis:
Meine Mutter fragte mich ein einziges Mal, was ich werden wollte. Damals war mir das Wort
"Intellektueller" noch nicht geläufig und ich antwortete: "Etwas geistiges!" Sie verstand, ich
wollte Priester werden und erzählte es allen.
Weil zu wenig Teig,
schiß der Bäcker
die Laugenwecken.
Ähnlich wand er
der Brezeln Kringel.
Jemand war so unglücklich verliebt, daß man ihn
als krank bezeichnen konnte. Er ging zum Arzt, doch Ärzte kurieren nur Symptome und keine
Liebe. Die Verzweiflung trieb ihn zum Jobcenter. Als Härtefall bekam er einen Job.
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03.01.2006
Brief an die Aktionäre der Genlisea AG:
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, lassen Sie mich für Sie einen
Blick auf die Geschichte unseres heutigen Unternehmens werfen. Einst stand unser Stammhaus, das
Kommunale Altersheim Dauchingen, kurz vor dem unausweichlichen Aus. Durch kluge Planung und mit
Hilfe von Schenkungen gelang es, eine AG zu gründen. Zuerst verloren die Aktien zwar an Wert,
doch durch den Zukauf des Weilersbacher Altersheimes konnte diese Entwicklung gestoppt werden.
Durch den Erwerb weiterer benachbarter Einrichtungen übertraf die Aktie bald ihren
Ausgabewert. Nach und nach konnten einzelne Einrichtungen in größeren Städten
übernommen werden. Bielefeld, Stuttgart, München, Berlin, Geislingen und viele mehr.
Durch unsere Bemühungen wurden defizitäre Betriebe in zuverlässige Ertragsbringer
überführt. Bald war Genlisea europaweit der größte Betreiber von
Heimplätzen für Senioren.
Diesen Erfolg verdanken wir der konsequenten Anwendung des neusten betriebswirtschaftlichen
Knowhows. Die anfänglich vertragliche Verweildauer von vier Jahren wurde auf heute drei Jahre
verringert. Um das Angebot weiterhin attraktiv zu halten, wurden die Sätze für die
Nachzahlungen ebenfalls gesenkt. Nach wie vor ist die operative Marke des statistischen
Mittelwertes der Verweildauer für uns von größter Bedeutung. Deren Optimum liegt bei
ungefähr einem Jahr. Der aktuelle Wert ist immer noch gut doppelt so hoch. Diese rein
betriebstechnischen Zahlen sagen natürlich nichts über die tatsächliche Verweildauer
eines Individuums aus. Bei uns ist jeder in besten Händen.
Um Ihnen eine kontinuierlich wachsende Dividende garantieren zu können, haben wir unser
Geschäftsfeld beständig erweitert. Es folgten nicht nur First Class Luxus-Angebote
in klimatisch günstigen Gebieten, die nicht nur bei Ihnen als Aktionäre guten Zuspruch
fanden. Wir waren selber überrascht, wie viel Geld manche Menschen für ihren Lebensabend
auszugeben bereit sind. Wir haben uns bald vom Konzept, ausschließlich Altersheime zu
betreiben, verabschiedet. Es lag nahe, Krankenhäuser, Hospize und andere Versorgungs- und
Betreuungseinrichtungen zu erwerben, anzupassen und in unsere Betriebsabläufe einzugliedern.
Die Übernahme von Friedhöfen und Krematorien ergab sich fast von selbst und bereitete
keine Schwierigkeiten. Es gelang uns aber auch, die wichtigsten Bereiche der Verwaltung von Kirchen
aller Konfessionen zu übernehmen. Wir stellen seither Priester und Priesterinnen in Eigenregie
ein. Wir betreuen das seelische Heil unserer Kunden und veranstalten regelmäßig
religiöse Events. Wir konnten den gesamten Bestand konfessioneller Kinderbetreuung
übernehmen und auf den neusten pädagogischen Stand bringen, da wir auf diesen Gebiet
bereits erfolgreich tätig waren. Von da an war es nur noch eine Frage der Zeit, im
Bildungssystem Fuß zu fassen. Doch damals war noch unvorstellbar, daß Genlisea bis auf
die Ausnahme einiger weniger privater Universitäten einmal dessen alleiniger Träger sein
wird.
Im Rückblick ist es schwierig, die Entwicklung der Genlisea AG in einer zeitlich korrekten
Abfolge dazustellen. Vieles geschah gleichzeitig. Die Übernahme von Berufts- und
Hochschulbildung legte es nahe, auch im Bereich der Freizeitangebote tätig zu werden.
Bekanntlich sind wir auch da führend. Mit dem Aufkauf sämtlicher Zulieferer für
unsere Dienstleistungen sind wir fast unbemerkt zum alleinigen Eigentümer der noch
verbliebenen Produktion von Gebrauchsgütern geworden. Wir sind weltweit der größte
Arbeitgeber und wir suchen nicht nur für unser Management die besten Köpfe. Dem Trend,
manuelle und teuere Arbeit auszusourcen, konnten wir uns nicht ganz entziehen. Wir sahen uns jedoch
veranlaßt, anspruchsvolle Bereiche zurückzusourcen.
Mittlerweile sind wir in der Lage, Angebote für einen ganzen Lebenszyklus zu offerieren. Wer
über die Mittel verfügt, kann für seine Kinder ein komplett versorgtes Leben kaufen.
Von der Wiege bis zur Bahre, vom Kindergarten über Schule, Ausbildung, Beruf und Freizeit bis
zum Seniorenheim mit Bestattung und Grabpflege ist alles im Voraus geregelt. Auch dieses Angebot
dürfe für Sie als Aktionäre besonders interessant sein. Beachten Sie das beiliegende
Informationsmaterial mit den Ihnen gewährten Sonderkonditionen. Ihre Kinder erwartet ein
abgesichertes, geregeltes, sorgloses Leben. Gönnen Sie es ihnen.
Wir streben an, dieses All Inclusive Paket, bald in einer kostengünstigeren Variante
anzubieten. In jedem Bereich läßt sich einsparen. Für die meisten Menschen
genügt ein viel niedrigeres Niveau an Bildung, gesundheitliche Versorgung, Beschäftigung
und Freizeitangeboten.
Um unsere Ziele noch besser zu erreichen, haben wir beschlossen, Ihnen dieses Jahr eine
maßvolle Dividende zukommen zu lassen. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und
für das Vertrauen, das Sie der Genlisea Aktiengesellschaft entgegengebringen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Oser A. Sonnentau
(Vorsitzender des GAG-Vorstandes)
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07.01.2006
Baßstadt-Festival:
Dieses besondere Ereignis erfreut sich wachsender Beliebtheit, obwohl es vom
kleinen Straßenfest bis zu Großveranstaltungen wie "Karneval der Kulturen" oder
"Christopher Street Day" an sich jede Menge Konkurrenz gibt. Das Baßstadt-Festival ist
ebenfalls eine Reise wert und wird Ihnen als unvergeßliches Erlebnis in Erinnerung
bleiben.
Wie alle gut angenommenen Veranstaltungen ist es aus privaten Initiativen entstanden und deshalb
fest im Kiez verwurzelt. Es findet alljährlich im Sommer bei gutem Wetter und inzwischen
beinahe in ganz Berlin statt. Den kurzfristig angesetzten Termin entnehmen Sie bitte unseren
lokalen Medien.
Es gibt keinen Umzug und kein Programm, somit kann man nichts versäumen. Wenn es Ihnen
irgendwo nicht gefällt, gehen Sie einfach ein paar Schritte zur nächsten
Baßstadt-Feier weiter. Vielleicht bereitet Ihnen das sogenannte Baßstadt-Hopping
sogar eine besondere Freude. Dieses Festival trägt nicht unerheblich dazu bei, daß die
Berliner ihre Wohnumgebung besser kennenlernen. Für manche ist es zum Sport geworden, an
möglichst vielen Stellen gewesen zu sein. Doch das verkehrt den zwanglosen
Wohlfühlcharakter des Festivals in's Gegenteil.
Das wichtigste sind die Basser. Genau genommen sind es die Baßverstärkeranlagen, denn
ohne diese könnte man nicht viel hören. Für das leibliche Wohl, für
Getränke und Toiletten ist bestens gesorgt. Mit jedem Getränk erhalten sie einen
übertragbaren Kunststoffchip für's Klo. Die Stände sind mit Girlanden dekoriert. Die
Bedienkräfte tragen eine kleine Baßguitarre als Anstecker. Ohranhänger wurden
letztes Jahr ebenfalls gesichtet. Diese Devotionalien können Sie natürlich als Souvenir
erwerben. Neben den hauptstadteigenen Brauereien treten internationale Hersteller von
Musikinstrumenten und Equipement als Sponsoren in Erscheinung. Sie stellen ihre Logos und Aufkleber
für dekorative Zwecke zur Verfügung.
Die meisten Basser sehen wie arbeitslose Studienabbrecher aus. Instrument und Anlage gehören
ihnen meistens nicht und sie müssen nicht wirklich spielen können. Niemand will an so
einem Tag ein anstrengendes Baßsolo hören. Darum geht es nicht. Die Kunst besteht einzig
darin, die Töne schön ausklingen zu lassen und den Tremulant-Effekt richtig
einzustellen. Besonders gelungene Töne dürfen und müssen ständig wiederholt
werden. Wenn die Feiernden in Stimmung sind, wird nach jeden Ton applaudiert und gejohlt. Vor jeden
Ton wird angefeuert.
Wenn das Tremulant richtig eingestellt ist, spürt man die Modulationsfrequenz im Boden, die
Boxen der Anlage schwanken sanft und das Bier schaukelt im Rhythmus des an- und abschwellenden
Tones. Wer zu nahe bei den Lautsprecherboxen steht, muß unwillkürlich furzen.
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09.01.2006
Der Krankenwagen:
Ein deutlich übergewichtiges Mädel steht am Straßenrand und
versucht zu trampen. Lange Zeit hält kein Auto an. Irgend wann, als sie bereits einen Teil
ihres Weges zurückgelegt hat, rauscht ein schäbiger Krankenwagen vorbei, bremst hart und
rollt ihr langsam rückwärts entgegen.
Der anschließede Standard-Dialog geht ungefähr so:
"Wo willste hin?" - "Wo Du lang fährst, bis zur nächsten Stadt. Kannst mich am Ortschild
rauslassen. Muß meistens laufen, hält ja keiner an!" - "Ich kann Dich noch weiter fahren,
ich hab Zeit!" - "Komm' steig ein!"
"Sag mal, warum hälst Du wegen mir und ist die Karre echt, haste die wo geklaut?" - "Die war
mal echt. Hab ich gebraucht abstauben können. Am Anfang ging das Baulicht noch, mußte nur
wieder angeschlossen werden. Jetzt ist es im Eimer, wie alles andere." - "Und warum haste
angehalten?" - "Weil Du es bist! Du wolltest doch mit, oder nicht?" - "Es hält selten einer
an. Die sagen alle, die dicke Kuh soll paar Pfunde ablaufen, tut ihr gut!" - "Du bist doch nicht
dick! Ich hab schon dickere mitgenommen. Solange die hier reinpassen, geht es noch. Außerdem
hast Du ein nettes Gesicht und eine angenehme Stimme, vielleicht kannst Du gut singen."
Das Mädel dreht sich um und sieht die Trage.
"Ich kann nicht singen, fahr' mal los, bevor wir uns festquatschen. Kannst mir Deine Nummer geben."
- "Sorry, ich hab nur dieses blöde Funkgerät hier. Darüber unterhalte ich mich
manchmal mit nem Kumpel. Willste hören? ... Mist! Geht mal wieder nicht!" - "Fahr' jetzt,
falls die Kiste das mit zwei drin noch schafft!" - "Willste 'n Bier? In dem Sixpack bei Deinen
Füßen müßte noch was drin sein. Ich darf leider nicht mittrinken, wenn ich
fahren muß."
Er fährt vorsichtig an, das Mädel kommt nicht an die Flaschen, weil es zu eng ist. Er
angelt ihre eine Pulle. Ohne hinsehen zu müssen, öffnet er diese an einer Kante des
Armaturenbrettes.
"Fühl' Dich wie zu Hause. Ich wohne sowieso hier." - "Was? Ist ja irre! Schläftst Du etwa
auf der Trage?" - "Exactly! My Krankenwagen is a Castle!" - "Du bist also irgendwie obdachlos! Na
dann prost!"
Ungefähr ab hier kann die Geschichte nicht mehr mit dem Standard-Dialog weiter
erzählt werden. Das Bier enthält zusätzliche Narkotika. Zuerst werden die
Mädels zutraulicher. Der Fahrer hält an. Sie steigt aus. Er öffnet die hintere
Klappe, sie kriecht freiwillig auf die Trage. Er muß stützen und hieven. Das Auto
schaukelt. Die Stoßdämpfer sind alt. Die Wirkung des Bieres ist so stark, daß sie
sofort einschläft. Er schnallt sie an, schließt die Klappe und meldet sich bei der
Zentrale.
"Ich habe wieder eine, relativ schwer! Bin bin nicht weit weg. Vielleicht zehn Minuten!"
Er gibt richtig Gas, mit Blaulicht und Tatütata. Der Motor hat extra paar PS mehr.
Ein ferngesteuertes Gatter öffnet sich. Er prescht auf den Hof. Vier stakige Männer, die
wie Bäckergehilfen aussehen, kommen mit einer leeren Trage angetrabt. Sie reißen die
Klappe auf und eilen mit dem Mädel in den OP zum Fettabsaugen. Der Fahrer schiebt die neue
Trage rein. Sie hakt ein wenig. Nun gibt es nichts mehr für ihn zu tun. Er zottelt wieder los.
Das Gatter schließt.
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15.01.2006
Der Neunland-Baum vom Überlingen:
Ich wollte wissen, was es mit dem Neun-Länder-Baum auf sich hat. Ich fragte
rum. Niemand wollte mir etwas erzählen. Angeblich hatte keiner jemals davon gehört. Der
Vorsitzende des Überlinger Wandervereins schickte mich zum Wanderabzeichen-Hans. Dieser machte
einen mehr als kauzigen Eindruck und leugnete, von irgendwas Bescheid zu wissen, was nicht jeder
sowieso weiß.
Ich hasse Wanderungen und Vereine, und in Überlingen war ich nur wegen diesem blöden
Baum. Ich starrte alle möglichen Bäume an, doch es waren ganz normale. Schließlich
kam ich mit Hans etwas besser in's Gespräch, nachdem wir uns in aller Ausführlichkeit
über Hutanstecknadeln aus bekannten und weniger bekannten Wandergebieten und über die
Vor- und Nachteile unterschiedlicher Systeme der Wegemarkierung unterhalten hatten. Er fragte, ob
ich den Baum morgen früh sehen wolle. Man müsse eben die Vertrauenswürdigkeit einer
Person prüfen, bevor man solche Dinge weitererzählt.
Als ich vor dem Baum stand, war es ein Exemplar der hier weit verbreiteten Wasser-Zwetschge
(prunus saba), die im Garten einer Brennerei wuchs. Man hielt mich jedoch davon ab, die letzten
Meter heranzutreten. Dafür gab es einen exzellenten Schluck.
"Prost auf Deine Ufos! Du hast Glück, daß Du aus Berlin bist! Berliner haben ein gewisses
Recht, das Geheimnis des Baumes zu erfahren. Anderen erzählen wir nichts! Nochmal Prost! - Ist
Dir als Berliner schonmal was aufgefallen, wenn Du das Wort Ü-Berlin-gen in den Mund genommen
hast?"
Ich hätte beinahe verneint, was womöglich verkehrt gewesen wäre. Ich ahnte nicht,
worauf Hans und die anderen hinaus wollten.
"Hör mal zu! Wir sind hier sozusagen im Exil, auch wenn das alles verdammt lange her ist.
Irgend so ein Depp von Euch hat ausgerechnet hier seinen Schrebergarten aufgemacht und irgendwann
war's ne größere Kolonie. Weil hier nix los ist, haben die zuerst nur aus Langeweile ein
paar Hütten auf Pfählen in's Wasser gebaut. Das hat schon damals viele Neugierige in
diese abgelegene Gegend gelockt. Heute sind diese Fantasielauben immer noch eine der wichtigsten
touristischen Attraktionen des Bodensees. Wir haben sie irgendwann nach Unteruhldingen verkauft,
weil uns der Trubel zuviel wurde. Glaub mir, in den Pfahlbauten hat nie einer gelebt! Prost!"
Weiter erfuhr ich, daß für die Menschen der Neusteinzeit der Neunland-Baum viel wichtiger
war, als dieses Geisterdorf auf dem Wasser. Es gab sehr viele solche Bäume, die als heilig
galten.
Endlich ließ man mich näher treten. Ich sollte dies aber langsam tun und wenn ich nichts
merke, solle ich nochmal einige Schritte rückwärts machen und mich erneut langsam
nähern. Das taten fast alle mehrmals. Es mußte recht komisch ausgesehen haben. Einer nach
dem anderen rief: "Scheeeee! ... Scheee! ... Scheeheeeee!" Vermutlich ist dies eine uralte
Beschwörungsformel, die aufgrund ihrer Einfachheit bis in unsere moderne Zeit überliefert
wurde. Ähnliche Rufe hatte ich zuletzt in einem Radiobericht aus Stuttgart über eine
Sonnenfinsternis gehört.
Ich schielte auf den Baum, was dem großzügig verabreichten Getränk geschuldet sein
mochte und wollte meinen Augen nicht trauen. Zwischen den Ästen der Zwetschge sah ich
verschiedene Szenerien, die nicht hierher, sondern zu anderen Orten gehören mußten.
Leider erkannte ich nur das Frankfurter Tor im Berliner Bezirk Friedrichshain. Was ich sonst noch
sah, wußte ich nicht.
Hans meinte: "Du darfsch bloß net de Himmel ogucke. Muscht immer beim Stamm durch die
Äscht schaue. Nain Länder sind's net immer. Proscht!"
Link: Webcam,
Pfahlbauten Unteruhldingen
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16.01.2006
Im SynerShop:
| ‹‹ |
Hi Tracy! Schon wieder hier? Warst doch erst letzte Woche da und der Hedge steht Dir noch
gut!››
|
| ‹‹ |
Bringt aber nichts, keinen Erfolg und ich fühle mich nicht wohl. In paar Tagen werden alle
damit rumlaufen. Dann sitzen alle die jetzt den Hollow haben als Hedgy in der Lounge rum. Ich
brauche was anderes.››
|
| ‹‹ |
Wie wäre es damit?››
|
| ‹‹ |
Kannst mal die Cam anmachen? Ich will sehen wie das mit mir aussieht! ... Ich glaube, das ist
es noch nicht.››
|
| ‹‹ |
OK, klick Dich in aller Ruhe durch. Ich mach solange bei jemand anderes weiter. Dein Bild ist
eh noch im Speicher. Slave wird Dir schonmal die Haare entfärben und das Perm Makeup
wegpeelen.››
|
| ‹‹ |
Geht dabei die Brille wieder kaputt, wenn sie naß wird?››
|
| ‹‹ |
Wir haben jetzt bessere! Bis gleich.››
|
...
|
| ‹‹ |
Hast was gefunden?››
|
| ‹‹ |
Ja, paar Sachen, aber ...››
|
| ‹‹ |
Was aber? Gefällt Dir nichts?››
|
| ‹‹ |
Doch, sind wieder total coole Sachen bei. Aber kannst Du nicht mal was machen, was es noch
nicht gibt, nur für mich?››
|
| ‹‹ |
Würde ich gerne, nur das dauert zu lange. Du siehst ja wie viele in der Lounge warten, um
dran zu kommen. Außerdem hast Du bestimmt nicht so viel Knete. Wird teuer, wenn man alles neu
conceptet.››
|
| ‹‹ |
Du könntest es doch für mich passend machen, so wie ich bin. Vielleicht werde ich der
neuste Style und Du wirst berühmt.››
|
| ‹‹ |
Geht jetzt nicht, vielleicht mal irgendwann. - Für was hast Du Dich nun
entschieden?››
|
| ‹‹ |
Ich würde sagen, wenn ich mir was aussuchen muß, dann Slice!››
|
| ‹‹ |
OK, aber zum Slice Head passen Deine Schuhe nicht, das kommt dann noch dazu, damit das
Personality Design orginal rüberkommt. Ich sehe gerade, ein Mental Training Audio ist auch
noch dabei. Es kostet halt mehr, was besonderes zu sein. Willst Du das?››
|
| ‹‹ |
Wenn nicht nächste Woche alle mit Slice in der Lounge sitzen, dann ja!››
|
| ‹‹ |
Gibt es irgendwas, das man heute noch garantieren kann?››
|
...
|
| ‹‹ |
Fertig! Spiegel oder Kamera? Sieht gut aus, nicht?... Wie fühlst Du
Dich?››
|
| ‹‹ |
Echt cool, MHD! Du kannst es eben besser als anderswo. Kommst Du nachher in die
Lounge?››
|
| ‹‹ |
Würde ich gerne, geht jetzt nicht. Hatte vorhin Pause... Denk an die Schuhe und mach mit
dem Training noch ein zwei Tage weiter. Du wirst es! Slice liegt Dir! Es gibt noch nicht viele
davon!››
|
| ‹‹ |
Wie viele???››
|
| ‹‹ |
Weniger als ne Million!››
|
| ‹‹ |
Hier oder global?!››
|
| ‹‹ |
Global natürlich! - Wir sind ein exclusiver Laden!!››
|
| ‹‹ |
Na dann geht es ... Tschüs und Schmatz, war wieder schön mit Dir ... Willst die
Schuhe nachher sehen?››
|
| ‹‹ |
Nee, die kenn ich ...››
|
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© Designed and written by Zacke, January 2006.
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