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Dies war der alte Hauptbahnhof der alten Hauptstadt. Als ich das erste mal mit ihm Bekanntschaft machte, fühlte ich mich überhaupt nicht im Osten. Ich fühlte mich weder in Berlin noch in Deutschland, sondern viel südlicher unterwegs. Ich kam mir wie in Frankreich oder in Italien vor. Erst recht, wenn die Sonne kräftig durch das Glasdach schien. Erstaunlicherweise besitzt dieser Bahnhof dieses mir zuerst nicht erklärbare Flair immer noch, obwohl manches aufpoliert und angebaut wurde und alles viel schicker geworden ist.




Als Ausflugsziel hat ein Bahnhof einen unschlagbaren Vorteil. Man kommt leicht hin und ist gleich da. Man muß nicht erst ein Stück laufen oder nochmal fahren, um wirklich ganz da zu sein. Es ist egal, ob es regnet und wie der Bahnhof von außen aussieht. Dies ist sowieso das größte Manko aller Bahnhöfe. Sie sehen nur auf Spielzeugeisenbahnen gut aus.




Der Ostbahnhof entfaltet mittlerweile seine eigene Welt. Hier nur durchzufahren und nichts sehen, wäre schade. Man kann erstaunlich lange hin und her flanieren, ohne daß es langweilig wird. Es gibt viele Geschäfte und verschiedene Gastronomien. Leider gibt es keine Rollschuh-Disco. Während anderswo die Läden zu sind, kriegt man hier immer noch was. Man kann viel, wenig oder gar kein Geld ausgeben, je nach Einkommen. Sehen ist viel mehr als Kaufen. Am besten gibt man sein Geld einem Obdachlosen oder läßt der Stiftung von Frau Dr. Jenny de la Torre Castro etwas zukommen. Bis 2003 hat sie hier in der Nähe praktiziert.

Spenden an: Jenny De la Torre-Stiftung, Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00, KTO 66 0000 3764.

Designed and made by Zacke. June 2001.