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Berliner lieben Baustellen. Das wurde durch die Schaustelle im Jahre 1996 bewiesen. Mit entsprechendem Werbeaufwand entwickelte sich die geschickt umbenannte Baustelle des neuen etwas protzigen Potsdamer Platzes zu einer Attraktion. Neben den üblichen Löchern und Maschen im Schauzaun gab es eine rote Infobox, die es zu Weltruhm brachte. Leider sind die meisten Baustellen von temporärer Natur, zumindest wenn man mit den Bauarbeiten fertig wird. Anstelle des Potsdamer Platzes präsentieren wir Ihnen hier eine etwas kleinere Baustelle, die man viel leichter in's Herz schließen kann. Es ist sowieso ein Gerücht, daß sich jede BerlinerIn sofort aufregt, nur weil irgend eine Straße gerade gesperrt ist, oder weil genau vor dem Hauseingang gebuddelt wird. Gehen Sie also nicht achtlos an Baustellen vorbei, wenn Sie ein wenig von unserem Lebensgefühl mitbekommen wollen.
Zuerst sah es noch wie ein öffentliches Katzenklo aus. Doch bald wurde schweres Gerät herbeigeschafft und tief gegraben.
Danach sah alles wieder so ähnlich wie vorher aus. Ob es an der selben Stelle schon früher einen Kanaldeckel gab, ist uns nicht bekannt. Fragen Sie am besten die Anwohner.

Wenn Sie unbedingt an diesem Ort selber gewesen sein müssen, obwohl man jetzt nicht mehr viel sehen kann, können Sie in der Gegend nach neuen Baustellen Ausschau halten oder einfach im schönen Volkspark Prenzlauer Berg spazieren gehen, sofern sie vor Füchsen und Bären keine Angst haben. Einen leider wieder mal cool beschmierten Bären und einen Fuchs habe ich gesehen. Falls Sie den Ort überhaupt finden, dürfen Sie sich zu den wahren Kennern Berlins zählen.

Google Maps - Lassen Sie mit diesem Link Ihren Blick direkt auf den Ort fallen. Hier sehen Sie Wege, auf denen ich gerne spaziere.

Update vom 28. Mai 2017!

© Fotos, Words and Design by Zacke. July 2005.